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Präeklampsie vorbeugen!?
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Antho1807


Präeklampsie vorbeugen!?, 11 Feb. 2017 19:24


Hallo,
ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe einige Beiträge gelesen. Ich würde euch gerne meine Geschichte erzählen und meine Fragen stellen.

Vllt zuerst meine Geschichte.
Mai 2014... Es hatte doch tatsächlich geklappt (trotz Prüfungsstress) und wir waren mehr als glücklich, dass der Test zwei Streifen anzeigte. Beim FA wurde mir VOR dem Blutdruckmessen gesagt, dass es stimmt, dass ich schwanger bin. (war ja schon bisschen ... naja... "dämlich")
Also sagte mein Blutdruck 168/106.
Ich hatte mir überhaupt nichts dabei gedacht, da ich mir um so etwas nie Gedanken machte, denn er war sonst immer eher niedrig (Ich war damals 28, 159cm; 54kg)
Die nächsten Termine kamen und gingen aber der seltsame Blutdruck blieb. im Juli2014 war er 130/86. also eigentlich relativ normal, im Gegensatz zum ersten aber trotzdem sagte meine FÄ, dass wir das im Auge behalten müssen. War für mich einfach nur beruhigend, aber gleichzeitig auch irgendwie "egal", weil ich damit einfach noch NIE Erfahrungen hatte.
und dann stieg mein Blutdruck immer weiter an, ich habe dann Presinol bekommen, aber auch das schlug nur kurzweilig an, und ich wurde immer wieder krank geschrieben, mit der Hoffnung, dass ich zur Ruhe komme und dies hilft.
Am 16.12.2014 hatte ich einen regulären Termin (mittlerweile musste ich jede Woche mind. einmal vorbeikommen) und dann kam das, was ich noch nicht hören wollte: SIE MÜSSEN DIREKT INS KH.
Eine Welt ist zusammengebrochen, es war doch erst der erste Tag meines Mutterschutzes.
Aber ich hatte "MEIN" Kh schon ausgesucht, sodass ich zumindest in Bezug darauf etwas entspannter war. Dort lag ich drei Tage und sie wussten einfach keinen Rat, es wurde und wurde nicht besser und die wirkliche nette Ärztin meinte dann: es wäre besser, wenn wir sie in die Uniklinik bringen. Hier haben wir keine Möglichkeit ihr Kind zu behandeln. Seien Sie lieber dort, wo auch ihr Kind ist. Also bin ich schweren Herzens in die Uniklinik gefahren. Es war also kurz vor Weihnachten und ich wollte die Hoffnung einfach nicht aufgeben, am 24.12. mit meiner Familie unterm Baum zu sitzen, aber dies war mir nicht gegönnt. Ich bekam immer mehr Tabletten (20Stk am Tag), es wurde so oft Blutdruck gemessen, dass ich jedes Mal vor Schmerzen geschrien habe und ich hatte das Gefühl, ich bin nicht wichtig genug.
Es wurde dann für mich nervlich so schlimm, dass ich am 28.12. um einen KS gebeten habe (damit hatte ich mich ja nun seit Wochen abgefunden). Der 29.12. stand also fest, an dem unser Sonnenschein das Licht der Welt erblicken sollte. Es wurde 8, es wurde 9,10,11 Uhr und DANN kam endlich mal jemand zu mir.
"Wir können ihr Kind nicht holen. Wir haben keinen Platz in der Kinderklinik. Entweder Sie verlassen unser Haus oder Sie bleiben hier und werden ein Notfall. Dann schaffen wir Platz für ihr Kind in der Kinderklinik". Ich habe einfach nur geweint und geschrien, dass ich nicht mehr kann und man doch so nicht mit mir umgehen könnte. (Ich hatte die Nacht zuvor einen Notfall miterlebt... Das Kind hat es nicht geschafft).

Also bin ich auch aus diesem KH wieder entlassen worden. Diese Klinik hat mich PRIVAT 30km fahren lassen ins nächste KH. Dort im Kreißsaal konnte Sie meine Aufregung nicht nachvollziehen. Ich habe glaube dann schon nicht mehr klar denken können. Also nochmal CTG (das war immer gut) und nochmal Blutdruck: 190/120.
Diese Klinik hat zum Glück ENDLICH SOFORT gehandelt und meine Kleine geholt.

Sie wurde in 35+7 geholt, 2130g, 46cm.

Es schien erst alles gut, aber nach der ersten Nacht kam sie auf die Intensivstation. Zum Glück aber auch dort nur einen Tag. Dann durfte sie auf die normale Kinderklinikstation. Dort war sie dann insgesamt zwei Wochen, während ich nach 1 1/2 Wochen stationärer Behandlung entlassen wurde.

Es schien auch erstmal gut, bis ich meiner Hebamme von einem naja.. eher Nebensatz der Ärztin erzählte. Unsre kleine hatte eine Anusanomalie. Er saß zu weit vorne, also direkt an der Scheide und das kann spätestens in der Pubertät zu heftigen Problemen kommen.
Also der nächste Schock, unser kleiner Schatz musste wieder in eine Klinik. Zum Glück hatte ich eine wunderbare Hebamme, die mir direkt eine Nr von einem Spezialisten gab. Dort holten wir uns einen Termin zur Kontrolle. das war am 05.03.2015. Nichts ahnend und mit dem Gefühl unsre kleine hätte evtl ein wenig Bauchschmerzen fuhren wir zu dem Spezialisten.
Aus purem Zufall (ich hatte ihr die Pampers noch angelassen, sodass die Assistenzärztin die Pampers öffnen musste) wurde ein Riss in der Bauchwand entdeckt, durch den sich der kleine Eierstock hindurchgequetscht hatte und nicht mehr zurückkam. --> NOT-OP. Zum Glück war er noch durchblutet, sodass er nicht entfernt werden musste.
Aber es bleib uns nicht erspart, wir mussten wegen unsrer eigentlichen Problematik auch nochmal zur OP kommen.

mit 6 Monaten hatten wir dann alle Startschwierigkeiten hinter uns.
Heute ist sie ein fröhliches, gut entwickeltes kleines zweijähriges Mädchen, das die Welt entdeckt. *ich bin so unendlich dankbar dafür*



Und nun ist es soweit. Wir überlegen, ob wir es noch einmal wagen wollen. Ich habe ziemliche Angst, dass es wieder so wird. Und jetzt habe ich eine kleine Maus Zuhause, die mir die Entscheidung nicht leichter macht.
Und durch Google kam ich nun auf diese Seite und dachte mir, vllt gibtss hier genauso welche wie mich, die mir etwas helfen können.

Ich würde schon behaupten, dass ich mich gut ernähre usw. aber was könnte ich jetzt schon tun (ein halbes Jahr bevor wir es "in Angriff" nehmen wollen) um vllt vorbeugend etwas dagegen zu tun?



DANKE, dass ich hier einfach mal meine Geschichte loswerden konnte. Ich habe sie so oft erzählt, aber ich glaube niemand konnte es so wirklich nachempfinden. Ich glaube hier bin ich aber richtig.


GANZ LIEBE GRÜßE, Antho1807
 
 
   
sterne2


Siedler
20 Beiträge

RE: Präeklampsie vorbeugen!?, 11 Feb. 2017 19:55


Guten Abend,

ja, hier bist du richtig. Hier kann dich, glaube ich, jeder nicht nur verstehen sondern auch mitfühlen.
Ich freue mich sehr für euch, dass ihr trotz diesen großen Schwierigkeiten alles gut geschafft habt! Alles Liebe für dich und deine Familie!
Es ist so natürlich, dass du fragst, was du vorbeugend machen kannst, sehr wichtig.
Ich würde dir raten, sich mit der Fr.Dr. med.Sylke Reichel-Fentz in Verbindung zu setzten. Sie und ihr Team sind wirkliche Spezialisten und machen wirklich gute Arbeit. Sie hat uns auch sehr gut geholfen und jetzt wissen wir, was zu tun ist, eben schon vorbeugend.
Liebe Grüße
Sterne 2
 
     
Ostwind


RE: Präeklampsie vorbeugen!?, 13 Feb. 2017 21:02


Hallo Antho,

da hast du ja einiges durchgemacht!! Puh! Gut dass es eurer Tochter nun gut geht!!

Hattest du "bloß" hohen Blutdruck oder auch zuviel Eiweiß im Urin und evtl Wassereinlagerungen?
In meiner ersten Schwangerschaft war ich 2,5 Wochen stationär bevor die Geburt eingeleitet wurde, das große Problem war der Blutdruck und ich verstehe sehr gut, dass dich die Messerei wahnsinnig gemacht hat. Mich auch. Es war furchtbar. Zum Glück blieb mir ein Klinikwechsel erspart, die Einleitung bei 38+1 klappte gut.

Meine Tipps vor einer zweiten Schwangerschaft (ich habe sie schon hinter mich gebracht):

Wie ist dein Blutdruck derzeit? Sollte er stets zu hoch sein, solltest du zu einem Internisten und ihm aber auch von einer geplanten Schwangerschaft erzählen.
Nimm über das Kontaktformular Kontakt zu den Gestosefrauen auf. Das habe ich auch ein paar Monate vor dem Startschuss gemacht. Dann kannst du dich vorbereiten, Vitamine kaufen, die Ernährung evtl schon ein wenig umstellen usw.
Und: Sorge für deine Psyche. Ich habe das völlig vernachlässigt und die zweite Schwangerschaft war psychisch wirklich sehr sehr fordernd.
Mein Oberhorror wäre ein weiterer stationärer Aufenthalt gewesen - den konnte ich vermeiden. Beim Eiweiß im Urin war die ausgeschiedene Menge bloß gering und die Wassereinlagerungen hielten sich in Grenzen. Tja und der Blutdruck, naja, der war am Schluss schon wirklich grenzwertig, aber Hebamme und Ärztin blieben cool, körperlich war alles ok, aber halt die Psyche (und die lässt den Druck garantiert auch steigen). Deswegen rate ich dir dringend, dir etwas zu suchen, das dir die Anspannung nimmt, was auch immer.

Nur Mut und alles Gute!!

 
   
Antho1807


RE: Präeklampsie vorbeugen!?, 14 Feb. 2017 14:46


Vielen lieben Dank bisher.
Ich hatte auch Eiweiß im Urin (laut Stirnrunzeln scheinbar viel zu viel) und Wassereinlagerungen kamen auch etwas dazu.

Ja, der Stress scheint bei mir schon auch mit der Auslöser gewesen zu sein. (momentan ist der leider nur minimal geringer :-() Momentan ist mein Blutdruck wieder vollkommen normal, selbst bei absoluter Aufregung (Gesundheitscheck beim Gesundheitsamt wg. Verbeamtung) war der Blutdruck normal.

Ich werde mich nun mal an eure genannten Stellen wenden.

VIELEN DANK!
 
   
Chickencurry


Siedler
1 Beiträge

RE: Präeklampsie vorbeugen!?, 15 Feb. 2017 07:20


Hallo,
ich habe gerade deinen Beitrag gelesen und deine Blutdruck-Geschichte kommt mir so unglaublich bekannt vor.

Mir ging es während meiner Schwangerschaft absolut super. Ich habe bis zum Mutterschutz gearbeitet und mich wirklich gut gefühlt. In der ersten Woche des Mutterschutzes war ich zur Vorsorge und mein Blutdruck war 180/115. Es war ein anstrengender Tag (Gründonnerstag), ich war die Woche zuvor noch umgezogen und das CTG musste mehrmals wiederholt warden (war aber alles ok, aber es war STRESS für mich). Ich wurde dann direkt ins Krankenhaus eingewiesen, dort ständiges Blutdruckmessen, Behandlung mit Presinol, das nicht wirklich anschlug und ein Vollidiot von Arzt, der mir an den Kopf knallte "der Blutdruck muss runter, sie haben eine Plazentainsuffizienz, ihr Kind wächst nicht mehr, usw..." Wie soll da der Blutdruck gesenkt warden?!

Ostern habe ich dann im Krankenhaus verbracht. Im Anschluss wurde ich eintlassen, angeblich ware der Blutdruck gut eingestellt. Daheim waren meine Messungen aber immer noch jenseits von Gut und Bose. Mein FA hatte Urlaub, ich musste mir kurzfristig einen neuen Arzt suchen. Der hat mich auf direktem Weg wieder ins KH (ein anderes) eingewiesen. Dort lag ich dann weitere zwei Wochen, ständiges Blutdruckmessen, Presinol, Betablocker, usw. Wenn ich die Schwester schon mit dem Blutdruckmessgerät reinkommen hab sehen, ist mein BLutdruck gestiegen!!!! Bei 37+0 wurde mein Sohn dann per KS geholt (50cm, 2510g), zum Glück topfit :-)

Mein Blutdruck ist weiterhin erhöht, ich nehme weiterhin Presinol und Betablocker und bin nun frisch wieder schwanger. Ich habe die Gerinnung abklären lassen und man hat tatsächlich etwas gefunden (hätte ich nicht gedacht). Aus diesem Grund muss ich nun täglich Heparin spritzen. Ich hoffe, dass alles gut geht, aber habe wirklich Angst.

Hast du deine Gerinnung abklären lassen?
 
 
     
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