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2 Schwangerschaften 33+5 und 37+6
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Amelie flensburg 1983


 

2 Schwangerschaften 33+5 und 37+6, 09 Jan. 2017 15:20


Hallo liebe Forengemeinde

ich möchte euch mal von meinen Erfahrungen berichten und habe zusätzlich ein Anliegen, wie eine womöglich 3. Schwangerschaft verlaufen würde oder ob sie irgendwelche besonderen Risiken birgt. Vielleicht kann mir da ja jemand Auskunft geben.

Im Oktober 2011 kam meine Tochter per Kaiserschnitt in der 34. Woche zur Welt.
ich hatte bis zur 28. Woche kaum Probleme, lediglich etwas Bluthochdruck, wogegen ich dann aber auch Tabletten bekam. Augenflimmern und starke Kopfschmerzen haben mich dann 4 Tage ins Krankenhaus gebracht. Ich war in einem anderen Bundesland und man machte mir schon angst dass mein mein Kind holen müsste. Ich habe die tage vorher immer auch meinen Blutdruck in Eigenregie gemessen und aufgrund der werte sagte meine FÄ eben dass ich im Urlaub ins Krankenhaus gehen sollte. Tabletten nahm ich weiterhin aber der Blutdruck war immer so bei um die 160/90

Als ich wieder zu Hause war, weiss ich von dem Termin bei meiner FÄ bei 31+6. Sie wüsste dass ich seit einer Woche Eiweiss im Urin habe und ich soll ins Krankenhaus gehen. Sie sagte
Also an ihrer stelle würde ich ins Krankenhaus gehen. Ja Danke, sie hätte mich vorher informieren müssen.
In den 11 Tagen Krankenhaus nahm ich insgesamt 8 kg zu und ich hatte am tag der Geburt also eine Zunahme von 20 kg.
Einleitung aufgrund nicht in den griff zu bekommenen Blutdruck , wenig Fruchtwasser, Augenflimmern, extreme Wassereinlagerungen. Man sagte mir dass die Einleitung nun sein muss und würde mein Baby innerhalb der nächsten 24 std nicht kommen, würde ein Kaiserschnitt nötig sein. Alle Hebammen sagten dass mein Mann bei der Geburt dabei sein darf, ebenfalls im OP.
Die Einleitung schlug fehl und am morgen um 8 Uhr kam der Anästhesist und lachte mich fast aus als ich sagte dass mein mann ja dabei sein wird. Er würde nicht dabei sein, was wäre wenn mein Kind blau ist und wiederbelebt werden muss Männer können kein Blut sehen und er hat gefälligst draussen zu warten.
So war es. mein Kind kam bei 33+5 mit 1900 g und 45 cm auf die Welt. 8 Stunden nach der OP, kurz nachdem ich bei meinem Baby auf der frühchen Station war, bekam ich ein zittern am ganzen Körper und hatte einen Blutdruck von 220/160. ich kam sofort auf die Intensivstation, wo ich bis zum nächsten Tag war.
Unsere Tochter lag ins gesamt 3 Wochen auf der Neonatologie und machte sich ganz gut. mit 2520 g und 48 cm kam sie dann bald nach hause. leider konnte ich sie nicht stillen, sie war zu schwach und ich hatte trotz 3 stündigen abpumpen keine milch. 20 ml waren es meist nach 45 Minuten. Ich habe nach 8 Wochen abgestillt und nur die Flasche gegeben.

14 Monate später wurde ich wieder geplant schwanger. Ich hatte keine Angst und freute mich auf die Schwangerschaft. ich war mittlerweile auch schon 29 jahre alt . vor 30 wollte ich ja Mama sein :)

Die zweite Schwangerschaft verlief auch ganz gut. Ich nahm insgesamt 11 kg zu und hatte ich nicht so stark mit Bluthochdruck zu tun. ein wenig ja aber nicht so dass ich Tabletten nehmen musste.
Mein FA sagte aber dass ich aufgrund der vorhergegangenen Schwangerschaft diese aktuelle nicht zu ende führen darf und ich soll damit rechnen dass ich bei 37+0 eingeleitet werde.
Ich habe den Ärzten vertraut und war schon sehr sehr traurig dass ich wieder per Einweisung ins Krankenhaus musste. Ich war bei der Schwangerschaft in Woche 29 auch schon ein paar tage zur Beobachtung dort. das vergisst man, aber ich hab den Krankenhaus Bericht bekommen und mir ist nun 4 jahre später doch so einiges entfallen. es war aber auch wieder aufgrund des Blutdrucks. werte waren aber stabil bei 140/150 zu 90/100.

Ich habe den Hebammen gesagt dass ich beim ersten Kind keine wehen hatte und eben so gar keine Erfahrung was auf mich zukommt und ich war sehr traurig dass ich eingeleitet werden sollte.
Es ging also an einem Dienstag los. Der Gel wurde ich insgesamt 6 mal bis Donnerstag Abend eingeleitet. Es war jedesmal sehr unangenehm. es brachte nicht viel. ab und zu mal leichten druck und kontraktionen aber nichts weltbewegendes.
das 7. Gel haben sie mir gelegt . sie wollten es nicht u wollten Freitag einen tag pause machen. ich verneinte und wollte ja endlich mal mein Kind haben, zumal das andere Kind seit 6 tagen bei der Oma war. sie haben mir nicht ausführlich erklärt warum sie eine pause für sinnvoll hielten. So legten sie das 7. Gel und ich hatte wenig Hoffnung.

es ging los. 9 Uhr morgens volle Kanone. Badewanne hat keine Linderung gebracht klar. Es war die Hölle. u 17 Uhr wollte ich ne PDA. ich bekam nur doofe Sprüche. sie brauchen keine PDA, stellen sie sich nicht so an, sie wissen doch gar nicht was sie da reden. ihr Muttermund ist erst bei 2 cm.....
ich bekam die PDA. ich habe davor die stunden echt gelitten, viel geschrien und war einfach nur mit meinem mann alleine. ich lag bei jeder wehe verkrampft im Bett und habe gehofft es hört bald auf. ich wurde nicht angeleitet zum aufstehen laufen, keine lieben Worte dass es weiter geht mit dem Muttermund wenn ich mich bewege, rein nichts. jedesmal ein doofer Kommentar wenn ich klingelte .
um 19.30 Uhr hatte ich einen Blasensprung. ich dachte da kommen 1000 l raus. holla.
Der wehentropf wurde unterdessen angeschlossen und es ging aber mit dem Muttermund nicht weiter.

um 20.30 Uhr fiel die Entscheidung wegen materner Erschöpfung zu einem Kaiserschnitt. #
um 21.22 Uhr kam unsere Tochter gesund mit 3460 g und 45 cm auf die Welt.

Ich habe die op gut verkraftet, war aber hinterher über 1 jähr lang fast depressiv weil ich es nicht geschafft habe , normal zu entbinden und habe mir schwere vorwürfe gemacht und auch einen Brief an die Klinik geschrieben und auch mit einer Hebamme (die nicht bei der OP dabei war oder mich je betreut hat) geredet. ich war einfach so unendlich traurig.

zumal ich JETZT gelesen habe dass schwangere die eine Frühgeburt hatten, und einen Kaiserschnitt, beim 2 mal GAR NICHT eingeleitet werden dürfen . ist da was dran ??

Evtl bekommen wir unser drittes Kind. wir wissen es erst in 2 Wochen. wir planen es eigentlich gar nicht, es wäre ein Unfall. aber ich wünsche mir insgeheim sehr ein drittes Kind. mein mann weiss darüber bescheid.

er gibt auch oft Seitenhiebe, na wollen wir noch ein drittes Kind, dann wieder ach ne lass mal lieber es ist alles gut so wie es ist. ach so ein kleines Baby wäre nochmal schön und uns fehlt noch ein junge....

Dann aber wieder die angst, mein mann hat seit Februar 2015 die Diagnose MS und er macht sich natürlich Gedanken.
im Juli haben wir ausserhalb der fruchtbaren tage ungeschützten sex gehabt. er hat mich gezwungen die Pille danach zu nehmen , obwohl es wirklich ausserhalb der zeit war.

Frage ist:

Ist es nach 2 Kaiserschnitten überhaupt noch möglich, spontan zu entbinden ??
Ist es sicher dass ich wieder eingeleitet werde?
Bin ich Risiko schwangere und darf ich überhaupt im falle der Schwangerschaft arbeiten ? (bei den voran gegangenen war ich in Elternzeit bzw in der ersten ss ab Woche 26. krank geschrieben)
ich habe aktuell einen anderen Arbeitgeber als damals. und arbeite aktuell in der Reinigung eines Seniorenheimes in Teilzeit, 4 stunden am tag und auch am Wochenende.

Sorry für meinen langen text. Ich hoffe es hat jemand gelesen und kann mir helfen.

danke euch

Amelie, 33 jahre alt

Geburten waren Oktober 2011 und August 2013 und auch in zwei verschiedenen Krankenhäusern
 
 
   
Abo79


Siedler
17 Beiträge

RE: 2 Schwangerschaften 33+5 und 37+6, 10 Jan. 2017 10:54


Hallo Amelie,

wenn ich Deine Zeilen so lese, kommt mir einiges bekannt vor.

Meine Große kam 2011 bei 35+3 mit 1350g und 42 cm zur Welt. Ich lag davor knapp 6 Wochen im KH. Die Unterversorgung wurde in der 29 ssw festgestellt.
Nach einem vorzeitigem Blasensprung während eines Wehenbelastungstests musste ein (not) Kaiserschnitt wegen schlechtem CTG gemacht werden, Entscheidung dazu fiel um ca. 4:55. Ich habe meine Mann angerufen, er sollte ja auch dabei sein, und wurde schon für den OP fertig gemacht. Ich lag bereits meine Spinalanästhisie und lag im OP und dann kam mein Mann dazu (Fahrzeit ca. 25 Minuten). Um 5:51 war unsere Tochter da. Klein aber kerngesund. Nach 4,5 Wochen durften wir sie einen Tag nach ET an meinem Geburtstag mit 2220g nach Hause holen.

2013 war ich wieder schwanger. in der 20 ssw wurde wieder eine Plazentainsuffizienz festgestellt. War in engmaschiger Kontrolle. Unsere Hebamme war mittlerweile in dem KH Beleghebamme wo wir beim ersten entbunden haben. Über Termin hätte ich nicht gehen dürfen, geplant war das ich ab 38+0 eingeleitet werde (trotz Kaiserschnitt sollte das kein Problem sein). Jedoch hatte ich wieder einen vorzeitigen Blasensprung bei 37+0. Muttermund war 6,5 Stunden später vollständig, jedoch fielen die Herztöne unserer Tochter rapide ab, keine 10 Minuten später war unsere Tochter da. Diesmal Notkaiserschnitt unter Vollnarkose, da durfte mein mann nicht dabei sein! 1950g war sie leicht auf 40 cm, aber auch Kerngesund. Nach 2 Wochen ging es für sie heim.

8 Stunden nach der OP hab ich meine Hebamme gefragt ob eine spontan Entbindung noch möglich sei. Ihre Aussage war damals, das wenn der Chefarzt der 2014 da war noch da ist, wäre es kein Problem bei mir. Da die Geburt an sich schnell ging und der KS nur gemacht wurde da unsere Tochter die Nabelschnur abgeklemmt hat.

Ich war lange neidisch auf die Mütter die nach einem KS spontan entbunden haben. Ich denke anfangs war auch das der Grund das ich mir ein Drittes Kind gewünscht habe.Mittlerweile ist es aber das wir uns nicht vollständig fühlen.

Als dieser Wunsch konkret war, hatte ich Kontakt mit den Gestose Frauen. Ich nehme nun Ass100, Vitamin D, Vitamin B6+12, L Argin und Folsäure. Leider hat es bisher nicht gekalppt mit einer Schwangerschaft. Sollte es klappen werde ich mich noch für die Co2 Therapie entscheiden.

Als Risiko schwanger wurde ich in der letzten SS nicht eingestuft, jedoch hatte ich ein BV ab der 20 Woche. Mittlerweile habe ich eine neue Frauenärztin. Ob ich da als Risikoschwanger eingestuft werde weiß ich zwar nicht, aber auf jeden Fall würde ich auch wieder ein BV bekommen. Für mich wäre es aber ausreichend dass ich das erst in Anspruch nehmen werde, wenn Auffälligkeiten bestehen.
Ich habe einen Bürojob und sitze so den ganzen Tag.

Aber erstmal muss es klappen, wir üben jetzt schon 1 Jahr und ich werde auch nicht jünger :-)

Liebe Grüße
Andrea
 
     
Amelie flensburg 1983


RE: 2 Schwangerschaften 33+5 und 37+6, 15 Jan. 2017 11:50


Hallo Liebe Andrea

mensch da hast du ja auch eine aufregende und nervenbelastende Zeit hinter dir.

ich war auch danach in Behandlung weil ich mich einfach so schwer damit getan habe wie es alles so verlaufen ist und ich wollte so gerne einmal spontan entbinden. Ich hab mich so alleine gefühlt bei der zweiten Geburt und ich glaube wenn ich besser betreut gewesen wäre dann hätte ich mein zweites Kind auch spontan bekommen.

aber immer diese neuen aussagen die man so findet dass finde ich so krass. ich hätte eigentlich gar nicht eingeleitet werden dürfen und unter stress entwickelt man sowieso keine wehen etc pp
 
 
   
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