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Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?
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Joda


Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 16 Mar. 2016 16:03


Hallo zusammen,

ich wende mich an euch mit der Bitte um Feedback von Erfahrungen zu diesem Thema.
Ich befinde mich in der 31. ssw. Es wurde ein beidseitiges Notching, Eiweiß im Urin, schlecht wachsendes Baby (gerade noch auf 3. Perzentilie; 1100 Gramm in 30.ssw) Blutdruck ca. 140 / 90 (obwohl dieser vorher immer eher 100 / 60 war) und nun ein sFlt-1/PIGF Quotient von 115 festgestellt.
Morgen habe ich ein Termin in der Klinik und bin sehr besorgt wie sich meine weitere Schwangerschaft auswirken wird.
Habt ihr Erfahrungen ob die Klinik mich stationär aufnehmen wird? Denkt ihr das sollte ich selbst ansprechen?

Habt ihr Erfahrungen mit Frühchen diesen Gewichtes? Kann man abschätzen wann das Baby geholt werden muss?

Auf was muss ich mich einstellen?

Ich bin im Moment sehr ängstlich und würde mich riesig freuen über Austausch / Erfahrungen.

Danke!
 
 
   
Philippa


RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 16 Mar. 2016 16:19


Hallo!

Ich hab leider keine Ahnung, aber hab mich damit aktuell auch beschäftigen müssen. Dabei bin ich auch immer wieder auf die Überlebenschancen je nach Schwangerschaftswoche gestoßen. Wenn du die Lungenreife bekommst (darauf solltest du vielleicht drängen, für den Notfall!), dann gibt es zu dieser Zeit der Schwangerschaft echt gute Chancen!!!

Ich drücke dir ganz fest die Daumen!!! Und denk dran: Jeder Tag mehr ist super :-)
 
   
Somum


Siedler
41 Beiträge

RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 16 Mar. 2016 20:07


Hallo, ich bin bei meiner ersten Schwangerschaft ab der 30. Woche im Krankenhaus gewesen. Meine Tochter hatte damals in etwa das gleiche Gewicht wie dein Baby jetzt. Ich habe noch 3 Wochen stationär verbracht mit täglich Dopplerkontrolle und drei mal am Tag CTG. Der Maus ging es damals im Gegensatz zu mir noch relativ gut. Erst als auch bei ihr die Versorgung schlechter wurde ist in der 33. SSW ein Kaiserschnitt gemacht worden. Dadurch das ich im KH die Lungenreife bekommen habe ging es ihr ziemlich gut. Auch wenn sie nur 1400 gr gewogen hat. Also Kopf hoch. Über 1000 gr ist schon mal gut. Und selbst wenn du stationär gehen musst da hast du wenigstens täglich Kontrolle. Alles Gute Somum
 
     
SANNI13


Siedler
36 Beiträge

RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 16 Mar. 2016 20:19


Liebe Joda,
erst mal zur Beruhigung, ich hatte eine schwere Präeklampsie in der 28+5 SSW und mein Sohn war für die Woche mit 850 Gramm auch sehr leicht, heute ist er top fit, hat nur noch kleine Probleme wie etwas anfällige Lungen bei Infekten und langsame Gewichtszunahme.
Da ich selbst in der Nachsorge von frühgeborenen Kindern arbeite kann ich dir sagen, dass wichtige Punkte immer die 1000Gramm Marke und die 32. SSW sind. Und die habt ihr ja bald geknackt.
Sollte Dein Kind jetzt kommen, wird es zwar vermutlich eine schwere und sehr nervenaufreibende Zeit aber die Chancen auf ein gesundes Kind sind wirklich gut.
Wichtig ist allerdings, dass die Geburt kontrolliert abläuft und dein Baby intensivmedizinisch gut versorgt ist. Also rate ich dir, auf keinen Fall ein Risiko einzugehen, im Zweifelsfall lieber in der Klinik zu bleiben und dich nach Möglichkeit über die Klinik gut zu informieren, vor allem darüber, wie gut sie in der Versorgung von Frühgeborenen Kindern sind und ob sie aktuell freie Plätze auf der Frühchenstation haben(mein Sohn musste damals direkt nach der Geburt in eine andere Klinik verlegt werden, das war sehr schlimm für mich damals).
Auf die Lungenreifespritzen würde ich auch bestehen.
Bei mir ist damals leider alles sehr schnell gegangen, 5 Tage nachdem erstmals Notchings und Wachstumsretardierung aufgefallen sind, war meine Präeklampsie schon so schlimm, dass mein Sohn geholt werden musste. Aber es kann ja auch ganz anders verlaufen und vielleicht schafft ihr noch einige Wochen. Toll wäre die 34. SSW, ich drücke die Daumen, dass ihr es noch ganz weit schafft.
Vielleicht würde die CO2-Therapie dir weiterhelfen?!?

 
     
Abo79


Siedler
17 Beiträge

RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 17 Mar. 2016 11:09


Hallo joda,
Ich kann deine Ängste verstehen. Ich kenne das alles auch. Ich wurde 2011 in der 30 ssw stationär aufgenommen weil ich ein beidseitiges notch hatte und unsere kleine auf knapp 1200g geschätzt wurde. Erstmal sollte es eine Woche sein. Habe lungenreife bekommen 3 mal ctg am tag und ein doppler pro Woche. Mir ging es gut, der kleinen auch. Nach knapp 5 Wochen hatte ich im Krankenhaus einen vorzeitigen blasensprung und unser Maus kam bei 35 + 3 mit 1350g. Kerngesund nur klein zur Welt. Heute mit 4,5 Jahren ist nichts davon zu merken. 2014 war ich wiedr schwanger, auch wurde wiedr ein notch festgestellt. Die Klinik hatte mittlerweile einen neuen Chefarzt und der hat mich nicht stationär aufgenommen. War alle 2 Wochen zur Kontrolle beim doppler und hatte ab der 20 Woche ein bv. Geboren wurde meine kleine auch nach einem vorzeitigem blasensprung bei 37 + 0 mit 1950g. Auch wieder ein leichtgewichte aber auch kerngesund.

Warte das Gespräch in der Klinik ab. Im Krankenhaus liegen ist blöd aber die Ärzte werden schon Gründe haben wenn es zu einer stationären Aufnahme kommen sollte.
Fühl dich gedrückt
Andrea
 
     
Ostwind


RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 17 Mar. 2016 13:25


Hallo Joda,

ich würde ja vermuten, dass du stationär bleiben musst, aber es kommt wohl immer darauf an, an welche Ärzte man gerät.
Ich selbst bin mit ++ beim Urin und hohem Blutdruck ins Krankenhaus (meine Frauenärztin ist am Tag nach der Untersuchung in den Urlaub gestartet und hat gesagt, ich soll gehen) bei 35+4 und musste bis zur eingeleiteten Geburt bei 38+1 bleiben - aufgrund des (laut Ärzten) nur schwer einstellbaren Blutdrucks. Notch hatte ich nie, ein schlecht wachsendes Baby hat nie wer erwähnt. Dass es tatsächlich nicht so toll gewachsen ist, sah man dann nach der Geburt, aber kein Arzt hat das je danach noch angesprochen.

Ich wünsche dir, dass du noch lang schwanger bleiben kannst und falls du stationär bleiben musst, wünsche ich dir viel Durchhaltevermögen!!
 
   
Maria86


Siedler
9 Beiträge

RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 18 Mar. 2016 13:15


Hallo Joda,

meine Tochter kam bei 30+4 zur Welt und wog 1135g!
jetzt ist sie gut 1 Jahr alt und hat alles aufgeholt, wofür wir sehr dankbar sind!
Einige haben ja schon die Lungenreife angesprochen, ich hatte keine- zum Glück hatte Lena keine großen Probleme mit der Atmung nach der Geburt, sie hatte ca. eine Woche Cpap, eine Atemhilfe und dann atmete sie alleine! Am Anfang machte ihr Darm Probleme, was sich aber dann auch von alleine wieder beruhigte. Und dann zogen sich die langen 8 Wochen, in denen es sich hauptsächlich um die Gewichtszunahme, Trinken und ihre Bardycardien drehte!
Wir hatten zum Glück keine Infektion, Hirnblutung oder sonstige Komplikationen!
Allerdings muss man fairerweise sagen, bei jedem Kind ist es anders- die ganze Situiation kann sich jederzeit von jetzt auf Gleich drehen!

Wenn es abzusehen ist, dass du ein Frühchen bekommst, ist es ratsam sich vorher mal die Neo-Intensiv anzuschauen und mit einem Kinderarzt zu sprechen, was alles auf einen zukommt!

Ich wünsche dir alles Gute und noch eine lange Schwangerschaft! LG
 
     
Sabine F-K Buero



Moderator
974 Beiträge

RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 18 Mar. 2016 16:57


Hallo Joda,
ich wollte dir auch vorschlagen, es doch mit der CO2-Therapie zu versuchen. Die verbessert die Versorgung der Plazenta und damit des Babys, weil sie die Durchblutung anregt und außerdem die vorhandenen Nährstoffe im Körper besser auswerten hilft.
Wenn du Interesse hast, melde dich doch bitte nächste Woche im Büro.
lg
sabine f-k
 
     
ms-Joda


Siedler
2 Beiträge

RE: Präeklampsie und beidst. Notch - Krankenhaus sinnvoll?, 09 Jan. 2017 17:14


Hallo zusammen,

ich möchte mich gerne nochmal melden um das Ende der Geschichte zu erzählen.
Ich bin damals stationär im Krankenhaus aufgenommen worden und habe noch ca. 2 Wochen ausgeharrt mit täglichen Blutdruckkontrollen, CTG und Bluttests.
Der Blutdruck blieb meistens bei 110/150. Das fanden die Ärzte damals nicht mega hoch, obwohl mein normaler Blutdruck bei 65/100 liegt. Ich nahm jeden Tag ca. 1,5 kg zu sodass am Ende + 30 kg auf der Waage standen. Meine Beine sahen aus wie Elefantenbeine... Mein Gesicht schwoll so stark an, dass jede Formgebung verschwunden war.
Am 06.04 entgleiste dann der Blutdruck mit 130/190 und unsere Laura wurde mit 33 ssw per Kaiserschnitt geholt. Die Lungenreife hatte ich bekommen und sie konnte mit ihren 1380 gr selbst atmen.
Sie ist ca. 7 Wochen auf der Frühchenstation gewesen und durfte mit 2100 gr mit uns nach Hause. Die ersten 25 kg verlor ich ca. 16 Tage nach dem Kaiserschnitt über Nacht.
Zuhause hat sie die ersten 6 Monate ca. 8 h / Tag wie am Spieß geschrieen. Ich bin heute noch traumatisiert davon. (Falls jemand dies liest und dein Baby schreit ähnlich viel: hole dir Hilfe bei einem Therapeuten / Traumaspezialisten oder bei einem guten Arzt! Es wird bald besser und nein - es ist nicht deine Schuld!)
Dann plötzlich mit 7,5 Monaten hörte sie auf zu schreien. Nun ist sie 9 Monate, kerngesund und wirklich das allerliebste Baby der Welt.
Ich danke euch damals für eure Beiträge. Ich habe mich wieder zurück gekämpft und fühle mich seit einem Monat wieder fit.
Es war eine viel zu harte Zeit für eine Mama mit einem kleinen Babylein, aber unser Motto ist nun: Ende gut, alles gut.
Ich muss sogar ehrlich sagen - unser Schatz ist so unglaublich hübsch und süß - ich würde es sogar nochmal mitmachen (Das kann ich aber erst seit einem Monat denken)- nur beim zweiten Mal mit besserer Betreuung und eine andere Erwartungshaltung.
Wir haben wirklich etwas mitgemacht. Wir sollten sehr stolz auf uns sein!

GLG

 
 
     
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