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schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen
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OscarSp


schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 09:43


hallo
ich habe meine geschichte ja schon mal im austausch mit Engeli kurz geschildert
nun fünf wochen nach der eklampsie ( 32. Woche), einen monat nach dem tod unseres kleinen oscars (40cm bei 1440g) und gefühlten tausend arztbesuchen habe ich mal ein paar fragen an euch
bei mir wurden nach der eklampsie im krankenhaus ödeme im gehirn festgestellt daraufhin haben sie mich mit keppra eingestellt ein medikament was krampfanfälle verhindert dieses muss ich nach wie vor nehmen da mein eeg noch nicht ganz "sauber" ist
ich fühle mich aber körperlich bis auf die Kaiserschnittnarbe sehr gut
außerdem habe ich seit dem kh einen erhöten blutdruck und nehme delix 2,5mg eine am tag
ich hatte vorher und während der schwangerschaft nie erhöten blutdruck ...
mein FA sagt mein blutbild sei hervorragend und leber und niere haben auch keine bleibenden schäden
eine antikörperuntersuchung kann erst gemacht werden wenn ich keppra nicht mehr nehmen muss
was für weitere untersuchungen zur ursachenforschung sollte ich noch machen lassen
und wie habt ihr das mit der rückbildung gemacht ich kann mir nicht vorstellen in einen kurs mit lauter müttern zu gehen die von ihren babys erzählen
wie habt ihr für euch festgestellt dass ihr wieder arbeiten könnt und wollt
lg
 
 
   
Sabine Föhl-Kuse


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 10:16


Liebe ?,
(kann nicht parallel im anderen Eintrag nach deinem Namen suchen, sorry)
du kannst die Rückbildung auch allein durch eine Hebamme machen lassen. Meist machen sie es in der Praxis, weil dort mehr Material zur Unterstützung ist, wie Bälle oder Kissen usw. Das gehört eigentlich zur normalen Nachsorge einer Hebamme und in deinem Fall gibt es ja auch Gründe, warum es auch jetzt noch angebracht ist und allein.

Ödeme im Gehirn sind übrigens die Auslöser für eklamptische Anfälle und ganz selten nur erhöhter Blutdruck. Den hat man automatisch bei starken Ödemen, deswegen glaubte man ja auch lange, dass der Blutdruck der Auslöser sei. Irgendwann in den 80-er Jahren (man klingt das lange her...) hat man dann mit Ultraschall usw. sehen können, dass immer Ödeme im Gehirn waren und längst nicht alle Frauen erhöhten Druck hatten.
Deswegen an dich der Tipp, doch einfach ein bisschen mehr zu salzen als bisher. Ist auch außerhalb der Schwangerschaft eine gute Möglichkeit, das Blut (über ein verstärktes Durstgefühl) dünnflüssig genug zu halten.

Hoffe, dass du das medikament bald absetzen kannst und dich weiterhin gut und schnell erholst.
Liebe Grüße
SAbine Föhl-Kuse
 
   
Engeli


Adeliger
400 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 10:54


Liebe Mama von Oscar

Schön, dass du dich meldest. Dein Schicksal hat mich sehr beschäftigt. Ich freue mich sehr für dich, dass deine Blutwerte in Ordnung sind und sich deine Organe gut erholt haben.

Wie schon gesagt habe ich keine Medikamente bekommen. Mein EEG war eine Woche nach dem Anfall wieder normal. Zur Verhinderung eines weiteren Anfalls habe ich Magnesium-Infusionen bekommen. Vermuten die Ärzte bei dir eine epileptische Erkrankung, von der du zuvor nichts wusstest?

Soweit ich weiss kann es teilweise einige Monate dauern, bis sich der Blutdruck wieder normalisiert. Meiner war nach drei Tabletten wieder normal. Darüber waren die Ärzte jedoch auch eher überrascht.

Bei mir wurde ein MRI gemacht um zu sehen, was der Anfall im Gehirn verursacht hat.

Über meine FÄ habe ich ca. drei Monate danach eine Thrombophilieabklärung machen lassen. Auch immunologische Ursachen wurden untersucht. Weiteres habe ich nicht machen lassen.

Den Rückbildungskurs durfte ich auf ärztliche Verschreibung hin in Einzelstunden machen. Sonst wäre ich nicht hingegangen, mir ging es genau wie dir. In grösseren Städten werden teilweise Rückbildungskurse speziell für Frauen angeboten, die ein Kind verloren haben. Informationen dazu habe ich im Internet gefunden.

Ich habe nach 14 Wochen wieder zu arbeiten begonnen, 3 Tage die Woche. Den "richtigen" Zeitpunkt dafür zu finden ist schwierig. Ich war einerseits froh, mit der Arbeit wieder ein Stück Alltag zu haben. Anderseits war ich plötzlich wieder zurück im Arbeitsleben, wo ich so schnell nicht wieder sein wollte. Es braucht alles sehr viel Zeit. Ich wünsche dir viel Kraft.

Alles Liebe, Nicole


Geändert von Engeli am 24.Feb.2010 10:56
 
     
OscarSp


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 11:10


hallo nicole
nein sie vermuten keine epilepsie nur die neurologen wollen sich ganz sicher sein und kein risiko eingehen und darum darf ich diese medikamente erst ausschleichen wenn man auf dem eeg nichts mehr sieht
ein mrt haben sie bei mir schon im kh gemacht und gesehen dass es keine schäden gibt zum glück
wann hast du mit der rückbildung angefangen
mein problem ist auch noch dass meine narbe immernoch ca einen cm offen ist und ich ja nichts wirklich machen darf solange die nicht zu ist...
hast du eine ahnung was es mit den unterschiedlichen schnitten T oder wie ein golfschläger auf sich hat geht es dabei um die gebärmutter ...
ich habe gelesen dass du dich mit der literatur zu diesem thema beschäftigst
hast du das gefühl dass es dir gut tut viel darüber zu lesen...
lg oscars mama
 
   
Engeli


Adeliger
400 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 11:32


Es ist gut, wenn die Neurologen vorsichtig sind und kein Risiko eingehen. Ich hoffe, dass das EEG bald unauffällige Kurven schreibt.

Mit der Rückbildung habe ich etwa zwei bis drei Monate nach dem KS begonnen. Mit der Narbe hatte ich glücklicherweise keine Probleme. Deine FÄ kann dir bestimmt sagen, ab wann eine Rückbildung sinnvoll ist.

Soweit ich weiss, wird bei einem KS normalerweise ein Schnitt in der Gebärmutter gemacht (quer). Beim T-Schnitt wird ein zusätzlicher (längs) gemacht, um die Gebärmutter ganz zu öffnen. Ich denke, dass durch die grössere Naht auch der Heilungsprozess verlängert wird.

Ich habe sehr viel recherchiert, vor allem über die medizinischen Vorgänge im Körper, die mit Eklampsie und Hellp verbunden sind. Über meine FÄ habe ich Auszüge dazu aus Fachliteratur bekommen. Ich wollte einfach wissen, was mit mir geschehen ist. Was ich gelesen habe, hat mich vieles verstehen lassen, mich manchmal jedoch auch stark verunsichert. Am meisten geholfen haben mir die Gespräche mit den Ärzten, der FÄ und den Kinderärzten, die uns alles zigmal erklärt haben. Sehr hilfreich waren der Austausch und die Beratung hier im Forum. Am Wichtigsten war für mich immer, jemanden zu haben, der mir zuhört.
 
     
Mami2005


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 12:57


Hallo,

das mit deinem Sohn tut mir sehr leid.

Auch ich hatte vor 5 Jahren eine ganz plötzliche Eklampsie.

Bei der MRT Untersuchung 2 Tage nach der Geburt wurde bei mir eine kleine Durchblutungsstörung im Gehirn festgestellt, die 8 Wochen später nicht mehr zu erkennen war.
Leider hatte ich das Gefühl, daß keiner der Ärzte so richtig über Eklampsie bescheid wußte, kam mir als totaler Einzelfall vor.

Laut meinem Blutbild hatte ich noch das Help Syndrom.

Ich nahm 3 Monate lang magnesium ein und wurde nach 3 Monaten nochmal gründlich durchgecheckt mit der Diagnose: einmaliger eklamptischer Anfall.

liebe Grüsse
 
   
Eva-Mue


Senator
544 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 13:13


Hallo Mami von Oscar,

ich habe deine berichte mit betroffenheit gelesen,es tut mir sehr leid,dass dies so geschehen ist!

ich selbst bin 8 wochen nach der geburt in die rückbildung gegangen.vorher war ich körperlich nicht in der lage!schon so,war dies für mich "spitzensport" und ich war nach 45min.fix+fertig!es hat mich aber sehr geschmerzt,zu hören,wie die andern eine wunderschöen schwangerschaft&geburt hatten!(ich hatte ein hellp-syndrom 40.ssw.und das hellp stand kurz vor der "explosion",hat übrigens auch niemand gemerkt,bis die blutung nicht merh gestoppt werden konnt,da wurde ein labor gemacht,fast wäre es zuspät gewesen!) klar meine kleine hat das prima gemeistert,von dem her ist das schon ein unterschied. trotzdem hatte ich oft auf dem heimweg tränen in den augen...!

Frag mal nach,es gibt auch Rückbildung für Frauen die ein Kind verloren haben. oder deine hebamme soll dir sowas anbieten und dir auch übungen für zuhause zeigen! deine wunde muss aber zuerst geschlossen werden.

Ich habe schildrüse,netzhaut,nieren(US,Labor+urin),immunologische&thrombophile faktoren untersuchen lassen.

wann ist der richtige zeitpunkt?da gibts kei rezept.das kommt auf deine verfassung an,nicht zuletzt,wie stark du psychisch bist.

ich wünsche dir viel kraft!
Liebe Grüsse,Eva.

Hellp 04/08
 
     
OscarSp


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 15:19


hallo ihr lieben
danke für eure antworten
ich hoffe nun einfach dass mein blutdruck in den nächsten zwei monaten sich wieder normalisiert
am montag kläre ich ob meine schilddrüse ok ist
wie werden die thrombophilen und immunologischen ursachen/untersuchungen gemacht übers blut...
wie ihr merkt habe ich einfach noch keine ahnung und ehrlich gesagt auch noch nicht so richtig die kraft selber im netz nach antworten zu suchen
drückt mir bitte die daumen dass bei dem eeg am mittwoch alles gut ist und ich endlich diese medikamente langsam loswerden kann
lg oscars mama
 
   
Engeli


Adeliger
400 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 15:34


Liebe Mama von Oscar

Ich hoffe mit dir, dass sich der Blutdruck normalisiert und dass das EEG positiv verläuft. Ich drücke dir fest die Daumen! Aufgrund der enormen psychischen Belastung ist es wichtig, dass zumindest der Körper wieder gut "funktioniert".

Zur Abklärung der thrombophilien und immunologischen Ursachen wird dir Blut abgenommen. Bei mir waren‘s um die 7 Röhrchen.

Viel Glück bei den weiteren Untersuchungen und ganz viel Kraft!
Nicole


Geändert von Engeli am 24.Feb.2010 15:35
 
     
moonandstars30


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 24 Feb. 2010 20:02


Hallo Mama von Oskar,

ich habe im Nov. 09 unseren Sohn durch Hellp in der 20. SSW auf sehr dramatische Weise verloren und wurde nun im Januar auf thrombophile Ursachen untersucht. Es ist die Blutgerinnung, die dabei angeschaut wird. Ob eine Gerinnungstörung vorliegt. Und genetische Aspekte werden bei mir auch untersucht. Ich hatte den Termin in Duisburg bei Dr. Rott. Die haben mir 9 Röhrchen abgenommen :o(
Morgen habe ich bei meiner FÄ die Besprechung der Ergebnisse dazu und bin schon ganz hibbelig.

Immunologische Ursachen lasse ich ggf noch abklären, wenn in Duisburg gar nichts herausgekommen ist. Das muss aber dann wohl woanders gemacht werden, hat man mir dort gesagt. Und die Schilddrüse würde dann auch noch anstehen.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem weiteren Weg der Gesundwerdung. Lass dir Zeit das Ganze zu verarbeiten, es gehr nur Schritt für Schritt - und manchmal auch wieder einen Schritt zurück.

Ich bin ab Anfang Januar wieder arbeiten gegangen (nach 12 Wochen, da dann auch Krankengeld gegriffen hätte, da ich kein Anrecht auf Mutterschutz hatte).
Es war schon komisch am Anfang und es gibt auch jetzt noch Situationen, die merkwürdig sind oder mich traurig machen. Ich muss mich dann manchmal einfach zurückziehen und nehm mir eine Auszeit. (Ich arbeite in einer Kita als Heilpädagogin)

Ich glaube ein bisschen sagt dir dein Bauchgefühl, wann arbeiten wieder was sein könnte (wenn du es dir nur mal vorstellst, wie es wäre, wenn...) und den Rest habe ich erst auf der Arbeit selbst gemerkt.
Ich hatte vom Team auch die Unterstützung, dass ich auch nach Hause gehen kann, wenn es mal gar nicht geht. Das war gut zu wissen.


Es ist jetzt doch ein bisschen viel geworden, sorry. Ich hoffe es hilft die ein bisschen, wenn du verschiedene Sichtweisen bekommst.
Ich wünsche dir alles Gute für deinen ganz eigenen Weg. Liebe Grüße

Daniela mit Joshua fest im Herzen


 
   
Ammonite


Bürger
52 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 25 Feb. 2010 19:03


Liebe Mama von Oscar,

es bricht mir jedesmal wieder das Herz, wenn ich von einer weiteren Sternenmutter lese. Es tut mir so Leid...

Was die Rückbildung betrifft, hat dich keine Hebammen nach der Sectio begleitet, die dir auch bei den Fragen nach der Narbe helfend zur Seite steht?

Rückbildung kann nur als Kurs mit den KK abgerechnet werden. Jede Hebamme, die Einzelrückbildung anbietet, bekommt nur das von der KK, was sie auch pro Teilnehmerin in einem Kurs bekommt. 2008 waren das EUR 5,00 pro Termin. Es gibt auch ein Zeitfenster, innerhalb dessen ein Kurs begonnen werden muss; ich glaube, vier Monate, aber das müsstest du nochmal mit deiner Hebi bzw. deiner KK klären.

Evtl. besteht die Möglichkeit, dass dein Gyn dir ein Rezept ausstellt, so dass die Hebi anders abrechnen kann, aber leider weiß ich nicht, was drauf stehen müsste.

Ich hatte damals gedacht, ich könnte einen normalen Kurs packen, musste aber dann in der Praxis (10 Minuten vor Kursbeginn) feststellen, dass ich mich damit verschätzt hatte. Aber ich war auch in der ss oft dort gewesen...
Mir war es dann zu anstrengend, mich dann weiter um ein "besonderes" Rezept zu kümmern und bin lieber in einen Beckenbodenkurs in unserer Familienbildungsstätte gegangen. Der Kursleiterin hatte ich gesagt, weshalb, und ich bekam keine dummen Blicke zugeworfen und fühlte mich in der Gruppe dann recht wohl.

Hast du eine Bescheinigung über das Geburtsgewicht bekommen? Es steht dir dadurch sogar verlängerter Mutterschutz zu, ich weiß jetzt nur nicht, ab wann diese Regelung greift. Das ist eine verhältnismäßig neue EU-Richtlinie! Einer von meiner KK wollte mich damals damit abspeisen, dass ich ja froh sein solle, dass ich überhaupt MuSchu hätte, wo ich mich doch um kein Kind kümmern müsse!!!! Aber die Schutzfristen sind zum Glück unabhängig davon, ob das Kind lebt oder tot ist.

Ich selbst habe im Endeffekt erst ein gutes halbes Jahr nach der Totgeburt wieder garbeitet, weil ich noch eine OP mit längerer Rekonvalenszens sowie noch meinen Jahresurlaub zu bekommen hatte. Wenn ich mich an meinem Job wohler gefühlt hätte, wäre ich wahrscheinlich auch vor Ende des MuSchu wieder arbeiten gegangen.

Alles Gute für dich!

In liebender und dankbarer Erinnerung an meine Tochter, still geboren bei 35+0 im Juni 2008 nach Plazentainsuffizienz. Ohne dich wäre ich nicht die Frau, die ich heute bin.
 
     
OscarSp


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 25 Feb. 2010 22:59


hallo ihr lieben
danke für die antworten
morgen werden wir unseren kleinen mann beisetzen ich habe großen respekt vor diesem moment und gleichzeitig hoffe ich dass er für uns auch ein bisschen mehr ruhe bringt
@ammonite du schreibst dass du nie die frau geworden wärst ohne dieses erlebnis ich habe auch schon nach der kurzen zeit (einen monat) so stark das gefühl dass ich mich verändert habe und meine sicht auf viele dinge sich verändert und das nicht nur so ist weil ich gerade trauer sondern etwas grundsätzliches ist
an was für dingen kannst du es für dich festmachen
und wenn ich fragen darf hast du in der zeit danach je darüber nachgedacht ein weiteres kind zu bekommen
@nicole ich danke dir sehr für deine antworten
lg oscars mama
 
   
>Steffi_S.



Adeliger
253 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 26 Feb. 2010 05:08


Hallo liebe Mama von Oscar!

Es tut mir sehr leid,dass auch du dein Kind hast zu den Sternen reisen lassen müssen.
Ich wünsche euch für den heutigen Tag...und für die schwere Zeit,die ab jetzt noch folgt viel Kraft!

Was die Rückbildung angeht: Ich hatte damals noch keine Hebamme,hab mir dann aber für die Rückbildung einfach eine aus dem Telefonbuch besorgt. Von meiner FÄ hatte ich ein Rezept für Hausbesuche bekommen. Die Hebi kam dann zu mir,nachdem ich ihr die Sachlage erklärt hatte und ihr gesagt hatte,daß es für mich unmöglich wäre einen Kurs mit anderen "glücklichen" Müttern und deren Kindern mitzumachen.
Wie gesagt,sie kam zu mir nach hause und machte dort die Rückbildung mit mir. Aber wenn ich ehrlich bin,gebracht hat es mir nicht wirklich was!

Arbeiten mußte ich erst nach 18 Wochen nach der Entbindung (12 Wochen wegen Frühgeburt und die 6 Wochen von vor der Entbindung,wird mit dazu gerechnet).

Bei meiner SS mit Robin hatte ich auch keine Hebi,kein Vorbereitungskurs,keine Betreuung,keine Nachsorge und keine Rückbildung! Das lag vielleicht daran ,daß Robin Frühchen war und noch 6 Wochen in der Klinik war,aber selbst danach...ich hatte gar kein Interesse an einer Hebi oder irgendwelchen "Turnübungen".

Ich denke da ist einfach jeder anders.
Geändert....hmm...ja ich habe mich verändert! Heute bin ich stark...und mutig,denn was soll einem noch passieren,wenn man das schlimmste auf Erden schon erlebt hat!? Ich bin durch die Hölle gegangen....aber ich habe dem Teufel in den Ar....getreten!!! Und nun helfe ich anderen Familien,die das selbe oder etwas ähnliches durchmachen müssen! Ich stehe ihnen mit Rat und Tat zur Seite,kläre sie auf über Rechte und Pflichten und gebe Tipps. Ich versuche einfach nur dazusein,gebe Halt und fange sie auf,noch bevor sie total am Boden sind! So hatte Marcels Tod wenigstens einen kleinen "positiven Grund" (der Tod eines Kindes kann nie wirklich positiv sein!!!).

Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft...und schick Dir virtuell ein riesen großes Kraftpaket!!!! WEnn Du reden möchtest...schreib mich einfach an,ich bin da!

Alles Liebe,

Steffi mit Marcel im Herzen (+*14.03.2004 , 22+6.SSW schweres Hellp ,notsectio) und Robin im Bett (*05.07.2005, 29+0.SSW,Präklampsie,vorz. Blasenspr. Sectio)


Geändert von >Steffi_S. am 26.Feb.2010 17:28
 
     
Engeli


Adeliger
400 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 26 Feb. 2010 12:28


Liebe Mama von Oscar

Besonders heute denke ich ganz fest an euch und wünsche euch ganz viel Kraft und liebe Menschen um euch, die euch in eurer Trauer tragen können.

Für uns war die Beisetzung emotional kaum auszuhalten. Trotzdem haben wir danach etwas mehr Ruhe gefunden und nun ein schönes Plätzchen, an dem wir immer wieder gemeinsam sitzen und uns unserem Engel besonders nahe fühlen.

Wir haben uns durch das Ganze auch tiefgreifend verändert, es hat uns sehr geprägt. Es hat so vieles in unserem Leben relativiert. Wir geniessen das Leben bewusster, lassen uns weniger aus der Ruhe bringen, ärgern uns nicht über Kleinigkeiten. Wir sind näher zusammengerückt, auch mit Familie und Freunden. Ich sage oft, dass eigentlich nichts mehr so ist wie früher, alles hat sich irgendwie verändert.

Der Wunsch nach einem zweiten Kind war von Anfang an da, wurde jedoch von der Trauer und vielen Ängsten überlagert. In letzter Zeit reden wir jedoch viel darüber und hoffen, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem wir den Mut aufbringen können, es noch einmal zu wagen. Hier im Forum wirst du Frauen finden, die wenige Wochen später wieder schwanger wurden, andere haben viel mehr Zeit gebraucht. Ich denke du wirst spüren, wann du soweit bist.

Alles Liebe, Nicole
 
     
Ammonite


Bürger
52 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 26 Feb. 2010 16:56


Liebe OscarsMama,

es ist so blöd zu schreiben "ich hoffe, ihr habt den Tag heute gut überstanden". Ich hoffe, es war in aller Traurigkeit ein guter Tag.
Die Oma meines Mannes, die eigentlich ziemlich schwierig ist und weder er noch ich ein besonderes Verhältnis zu ihr haben, hat mir an diesem Tag von ihrer einen FG erzählt. Das war nicht unbedingt schön, aber es tat gut zu merken, dass sie den besonderen Schmerz wegen des Verlustes eines Kindes kennt.

Ja, wir möchten gerne ein Folgekind. Lieber gestern als morgen! Aber: Ich habe mir drei Monate nach der Entbindung ein Myom entfernen lassen, das während der ss auf 13 cm Durchmesser gewachsen war. Danach sollte ich 6, besser 12 Monate nicht ss werden. Zudem bin ich nur durch IVF ss geworden, ich habe letzten August/September einen ersten Versuch für unser Folgekind gemacht und im Dezember habe die zweite. Leider war auch diese nicht von Erfolg gekrönt. Es wird wohl noch etwas dauern...

Du hast gefragt, was sich geändert hat. Auch wenn es sich merkwürdig anhört, aber ich bin optimistischer geworden. Solange Hoffnung besteht bei den Behandlungen, bin ich mir sicher, dass es klappen wird. (Wenn ich traurig bin, lebe ich es allerdings auch ziemlich exzessiv aus.) Ich genieße das Leben anders, intensiver als früher. Die Welt ist schön!
Ich bin mutiger geworden - ich war immer eine Panikerin bzgl. Wasser, aber jetzt habe ich schon zwei Schwimmkurse absolivert und werde damit auch weitermachen.
Wenn mein Chef mich anschnauzt, rege ich mich nicht mehr so sehr auf, weil mir Schlimmeres passiert ist. (Trotzdem bin ich seit einer gefühlten Ewigkeit auf Jobsuche.)

Und auch wenn mich der Schmerz manchmal schier zerreißt und mir das Herz im Leibe bricht, bin ich trotzdem dankbar für die Zeit, die meine Kleine bei uns war. Würde mir eine Fee den Vorschlag machen, nie schwanger gewesen zu sein und so auch nie diesen Verlust kennengelernt zu haben, ich würde ablehnen. Um nichts in der Welt möchte ich die Freude missen, die mir die ss geschenkt hatte!!!

Und jetzt gehe ich und zünde ihre Kerze in ihrem und in Oscars Gedenken an!

Drück dich!

In liebender und dankbarer Erinnerung an meine Tochter, still geboren bei 35+0 im Juni 2008 nach Plazentainsuffizienz. Ohne dich wäre ich nicht die Frau, die ich heute bin.
 
     
OscarSp


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 27 Feb. 2010 10:50


hallo ihr lieben
der gestrige tag war natürlich von ganz viel traurigkeit durchzogen und wir haben sehr viel geweint
und selbst der himmel hat die ganze zeit mit uns geweint
aber es gab auch momente in denen wir schon etwas licht am ende des tunnels gesehen haben und die tatsache dass ich das ganze scheinbar ohne bleibende schäden überstanden habe obwohl ich dem tod so nahe war hat uns auch kraft gegeben
nun kann ich mich noch zwei tage ausruhen bevor es montag wieder mit den tausend arztterminen weitergeht
ich danke euch sehr dafür dass ihr an mich und oscar gedacht habt und uns kraft geschickt habt
es tut mir gut mir mit euch zu schreiben
lg oscars mama
 
   
Peklaunee


Siedler
37 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 27 Feb. 2010 12:22


Da bei uns alles gut ausgegangen ist, fällt es mir immer schwer einen Kommentar zu Geschichten wie Eurer zu schreiben. Ich bin sehr bewegt und fühle mit Euch und möchte Euch auf diesem Weg ganz viel Kraft schicken für alles was noch kommt.

Petra mit Neele (02/08 28+5 schwere Präeklampsie)
 
     
OscarSp


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 02 Mar. 2010 15:08


hallo ihr lieben
nach dem furchtbar traurigen ereigniss ist es komisch die eignen dinge die einen beschäftigen wieder hier ins forum zu schreiben...
da ihr mir aber so viel kraft in den letzten wochen gegeben habt wende ich mich auch heute wieder an euch
gestern war ich mal wieder beim internisten und die ganze arie mit sammelurin 24h blutdruck nieren ultraschall und ekg gehen wieder los
ich dachte dass hätte ich schon alles hinter mir...
und nun morgen der termin bei der neurologin vor dem ich schon die ganze zeit so einen bammel habe...
ich wünsche mir so wieder körperlich richtig fit zu sein um wenigstens die eine "baustelle" weg zu haben
sicher bin ich auch zu ungeduldig aber ich war noch nie in meinem leben wirklich krank
lg oscars mama
 
   
Engeli


Adeliger
400 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 03 Mar. 2010 08:20


Liebe Mama von Oscar

Für den heutigen Termin bei der Neurologin drücke ich dir ganz fest die Daumen. Jeder Arztbesuch ist nervenaufreibend und man wünscht sich einfach, dass mal jemand sagt, zumindest körperlich sei alles wieder in Ordnung. Das wünsche ich dir sehr, damit du Kraft hast für die Trauer um Oscar.

Liebe Grüsse, Nicole
 
     
OscarSp


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 03 Mar. 2010 15:22


hallo nicole
der termin war ein schritt in die richtige richtung auf dem eeg sind keine abweichungen mehr zu sehen aber man sieht dass ich stress habe - aber das ist ja auch recht normal im moment denke ich - leider darf ich die medikamente jetzt noch nicht verringern da meine ärztin eine zweite meinung haben möchte weil wie sie heute wieder gesagt hat ich ja fast an den anfällen gestorben bin und mein blutdruck immernoch erhöht ist also gehe ich in zwei wochen in eine epilepsie ambulanz um noch genauer mein gehirn checken zu lassen
ich muss dir ehrlich sagen ich kann im moment nicht mehr mich täglich mit meinem körper befassen
mein freund und ich werden nun für eine woche in die berge fahren um mal etwas aus dem ganzen stress rauszukommen und neue kraft zu sammeln
ich würde so gerne mal etwas mehr zur ruhe kommen um wie du richtig schreibst wirklich zeit zu haben um um oscar zu trauern...
lg lisa / oscars mama
 
   
Engeli


Adeliger
400 Beiträge

RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 04 Mar. 2010 16:09


Liebe Lisa

Es freut mich sehr zu hören, dass dein EEG unauffällig war! Für die weiteren Untersuchungen wünsche ich dir alles Gute. Es scheint, als wärst du bei deiner Ärztin in guten Händen. Ich bin immer noch überfordert, wenn ich daran denke, was Eklampsie und Hellp in meinem Körper alles durcheinander gebracht haben. Aber es wird besser und die ärztlichen Abklärungen seltener, wenn auch nicht von heute auf morgen.

Mein Mann und ich hatten damals auch eine Auszeit genommen und sind weggefahren. Ich brauche auch heute noch viel Zeit für mich, um zu trauern und mich mit allem auseinanderzusetzen. Ich wünsche euch sehr, dass die gemeinsame Zeit euch gut tut. Und Oscar ist immer bei euch, da bin ich mir sicher.

Alles Liebe, Nicole
 
     
eh


RE: schwere Eklampsie und keiner hat die Anzeichen gesehen, 07 Feb. 2017 20:46


Hallo liebe ?,
ich weiß nicht ob du das Forum noch verfolgst, ich bin gerade darauf gestoßen. Ich hatte in meiner ersten Schwangerschaft auch Präeklampsie und HELLP und wurde in der 37. Woche (März 2010) eingeleitet. Alles ist gut ausgegangen und in meiner 2. Schwnagerschaft ist alles gut verlaufen. Allerdings empfand ich alles als sehr traumatisch und habe viel geforscht und habe für mich herausgefunden, dass Salz ganz wichtig ist. ich habe zu Beginn der Schwangerschaft sehr unter extremer Übelkeit gelitten und über Wochen nichts bei mir behalten und ich habe die Vermutung, dass durch den Nährstoffmangel zum Schluss einiges schief gegangen ist. in der 2. SS habe ich dann in ersten Wochen tgl teelöffelweise Salz eingenommen und mir ging es gut. Das System braucht das, ich kann es nachvollziehen. Die Empfehlung, möglichst Salz zu vermeiden, wegen des Blutdrucks ist schlicht falsch. leider raten einem das die meisten FÄ. Meine Leber merke ich übrigens auch jetzt nach fast 7 Jahren immer noch. Die Ärzte können aber nichts feststellen. Dir wünsche ich weiterhin alles alles Gute!

 
 
   
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